Kombimodell als „Koffer“ oder als „Rucksack“ verwendbar
VORTEILE
- 65 Liter Volumen bieten einiges an Stauraum
- Kombimodell als „Koffer“ oder als „Rucksack“ verwendbar
- abschließbares Hauptfach (Kein Schloss im Lieferumfang dabei)
- für Männer wie Frauen verwendbar
- geringes Gewicht für ein 65 Liter Modell (1750 g)
- angenehmer Tragekomfort durch bequemes Rückensystem
NACHTEILE
- ++ Schulter- und Beckengurt sind im Rückenfach bei Bedarf verstaubar
- ++ gut verarbeitete Nähte
- Etwas zu kleine Hüftflossen für meinen persönlichen Geschmack
- Dreck / Spuren sind schnell auf dem Rucksack sichtbar
- direkte Rückenlänge leider nicht verstellbar bzw. einstellbar
- leider kein Regencape im Lieferumfang
BEWERTUNG
Ich darf euch heute den Porter 65 Liter – Kofferrucksack von Osprey in der Farbe abyss Schwarz vorstellen.



Zunächst einmal zur Ausstattung des Rucksacks:
- Es handelt sich hierbei um ein Unisex Modell (für Mann und für Frau geeignet)
- Zwei vertikale Seitenfächer mit Reißverschluss
- Großes unteres Fach mit Reißverschluss

- Großes Hauptöffnungsfach

Abschließbares Hauptfach über die Reißverschlüsse mittels kleinem Vorhängeschloss
(Schloss selbst ist nicht im Lieferumfang enthalten)



- Vorderes Organisationsfach mit Schnellzugriff

- weiteres leicht zu erreichendes Frontfach für Flaschen oder Zubehör

- Rechteckige Form für eine effiziente Verstauung und einen guten Stand

Die gepolsterten Schultergurte und der Beckengurt sind in der Länge verstellbar und können komplett bei Bedarf komplett im Rückenfach verstaut werden







Kompressionsriemen mit schaumstoffverstärkten Seitenwänden

In der Höhe verstellbare Brustgurtschnallen mit einer Signalpfeife
- Gepolstertes Laptop- und Tabletfach mit direktem Reißverschlusszugang

Zusätzliche Tragetaschen + Aufhängungspunkte für kompatible mit Daylite & Daylite Plus Taschen (nicht im Lieferumfang enthalten)

Der Porter 65 von Osprey kommt auf ein Leergewicht von ca. 1750 g. Was ich persönlich für einen sogenannten Kofferrucksack dieser Größenordnung für absolut gut halte.
Anfangs war ich ein bisschen verwundert, da auf dem Etikett des Rucksacks ein Volumen von 62 Liter angegeben war.

Nach kurzer Rücksprache mit Osprey wurde mir gesagt, dass das Fassungsvolumen 65 Liter beträgt und man könne jederzeit bei Bedarf noch an den kleinen Außenlaschen weitere kleine Tasche (nicht im Lieferumfang) am Frontfach bzw. an den Seiten des Rucksacks mittels Karabiner oder ähnlichem befestigen..
„Die angegebene Kapazität von 62 Liter auf dem Etikett zeigen das reine Luftvolumen im Inneren des Kofferrucksacks ohne Außentaschen an. Wenn die einzelnen Taschen bis zum Ausbeulen gefüllt wären und auch alle Außentaschen randvoll mit gemessen würden, würde die Kapazität ungefähr 68 L betragen. Osprey nennt es daher einfach Porter 65, da dies ein vernünftiger Kompromiss zwischen massiv vollgestopft und gut befüllt ist.
Die Grundmaße dieser Rucksacktaschen-Kombination betragen 64 cm hoch x 36 cm breit und 30 cm tief.
Tragekomfort und Rückenlänge
Laut Hersteller eignet sich der Rucksack für Männer wie für Frauen gleichermaßen, leider gibt es hierzu weder eine genauere Angabe bezüglich einer empfohlenen Rückenlänge oder empfohlener Körpergröße.
Die Rückenlänge selbst kann bei diesem Modell leider nicht individuell angepasst werden. Die Schultergurte sowie der Beckengurt sind aber selbstverständlich auf den Körper in der Länge anpassbar. Auf Wunsch lassen sich die Gurte auch komplett verstauen, sofern der Rucksack als reine Tasche genutzt werden soll. Das Rückensystem des Kofferrucksacks schmiegte sich während meiner sommerlichen Tour in Garmisch- Partenkirchen bequem an meinen Rücken an und die Rückenbelüftung war trotz den 28 Grad im Schatten noch akzeptabel. Natürlich ist es kein Vergleich mit einem Rucksack, welcher ein spezielles Rücken-Belüftungssystem aufweist.

Kurz zu meiner Person: Ich bin 1,87 m groß, schlank gebaut und komme auf ca. 78 kg Körpergewicht. Mir persönlich saß der Rucksack bei einem Packgewicht von 12,5 kg recht angenehm auf den Schultern, allerdings musste ich feststellen, dass mir persönlich die Beckenflossen vorne ein bisschen zu klein/kurz sind. Für eine kurze Halbtagestour war das kein Problem, allerdings wurde es bei einer Ganztagestour dann schon leicht unangenehm, da mir der vordere nicht gepolsterte Bereich des Beckengurts leicht am Bauch und Becken einschnitt bzw. leicht zwickte.


Fazit
Bei meinem Ersteindruck kam mir der Osprey Porter 65 erstmal richtig globig und sperrig vor. Dies widerlegte sich allerdings recht schnell, als ich ihn dann das erste Mal tatsächlich in den Händen hielt und auch tragen durfte. Der Kofferrucksack ist recht zügig zur reinen Tasche oder zum Rucksack umfunktioniert und wirkt dann keineswegs mehr globig, sondern recht funktionell. Das Eigengewicht des Rucksacks, sowie die gute Verarbeitung des Materials + Nähte fiel mir ebenfalls positiv ins Auge.
Absolut positiv
Der Rucksack kann durch die Möglichkeit der verstaubaren Schulter- und Hüftgurte schnell als Tasche wie auch als Rucksack verwendet bzw. umfunktioniert werden. Auf einer Zug- und Flugreise kann dies ebenfalls vor Vorteil sein, da die Tragegurte beim Gepäcktransport weniger in Mitleidenschaft gezogen werden. Er bietet ordentlichen Stauraum und man konnte jederzeit über die gut organisierten Fächer alle gewünschten Gegenstände schnell und problemlos erreichen. Durch die beiden Kompressionsflügel mit gepolsterten Seitenwänden wird der Inhalt gut geschützt und sie ermöglichen es dir, mehr Ausrüstung einzupacken oder falls du weniger an Board hast, dann kann damit die Taschengröße minimiert und gut angepasst werden.
Was ist mir weniger positiv aufgefallen?
Trotz der schwarzen Farbe des Rucksacks zog er schnell Dreck bzw. Verunreinigungen an. Das könnte für den ein oder anderen Nutzer vermutlich ärgerlich sein. Für mich war das selbst kein großes Problem, da es sich hierbei um einen Gebrauchsgegenstand handelt und sich der Dreck auch wieder rasch mit Wasser abwischen ließ.

Kann ich den Osprey Porter 65 nun weiterempfehlen?
Das kommt meiner Meinung nach ganz auf den Einsatzzweck an. Bist du jemand, der oft auf Zug- Bus- oder Flugreisen unterwegs ist? Dann kann ich dir den Kofferrucksack absolut empfehlen. Wenn du hingegen jemand bist, der den Rucksack hauptsächlich als Trekkingrucksack verwenden möchte, dann würde ich persönlich aufgrund der für mich zu kleinen/kurzen Hüftflossen im Beckenbereich auf einen Trekkingrucksack setzen.
Alles in allem betrachtet, handelt es sich hier um ein gutes und sehr durchdachtes Kombimodell aus Koffer und Rucksack. Hinweis, der Kofferrucksack hat keine Rollen. Ebenso eignete sich der Kofferrucksack super als Gepäckstück auf meiner Tour mit meinem Vespa Roller, da sich der Kofferrucksack hier ideal als Tasche mitnehmen und befestigen ließ.
Wenn eine kleine Reisetasche nicht ausreicht und ein Trekkingrucksack zu viel ist, dann ist der Porter 65 von Osprey genau das Richtige. ;)
Was die Wasserdichtigkeit betrifft.
Auf unserer Tour hatte es 3 kurze Schauer von ca. 15 Minuten gegeben, hierbei wurde der Rucksack komplett ohne zusätzliches Regencape (liegt auch leider keins im Lieferumfang bei) verwendet. Das Wasser perlte jedes Mal recht gut am Rucksack ab und der Rucksack blieb Innen komplett trocken.



Der Stoff des Porter 65 hat an sich eine Polyurathene Schicht und ist mit einer PFC freien Imprägnierung (DWR) versehen, die ihn wasser- und schmutzabweisend machen. Leichter Regen perlt wie beobachtet ab und selbst bei stärkerem Regen bleibt der Inhalt dadurch trocken.
Da die Nähte und Reißverschlüsse allerdings nicht wasserdicht sind und das Wasser hierdurch in den Rucksack eindringen kann, empfiehlt Osprey diese Regenhülle als passenden Zusatz
https://www.ospreyeurope.com/shop/de_de/ultralight-raincover-l
oder ihre wasserdichten Packsäcke:
https://www.ospreyeurope.com/shop/de_de/accessories/raincovers-weather-protection
Wenn eine kleine Reisetasche nicht ausreicht und ein Trekkingrucksack zu viel ist, dann ist der Porter 65 von Osprey genau das Richtige. ;)